w_Benediktinische Impulse

 

 

Mannschaftsgeist

Die Testspiele sind vorbei. Es wird ernst für die Mannschaft. Fußball-Deutschland schaut gebannt auf seine „Helden“. Wie schon bei der WM 2016 wird in den Kommentaren der Mannschaftsgeist als Geheimnis des Erfolgs beschworen. Nicht der einzelne Sportler kann siegen, nur die Mannschaft als Ganzes.

Nun ist ein Kloster (oder eine Gemeinde) wahrhaftig keine Nationalelf, aber der hl. Benedikt hat in seiner Regel ein Kapitel (72), das ihn auch zum Bundestrainer qualifizieren würde. Es geht um den „guten Eifer“ der Mönche, quasi um den guten Geist im Trainingslager: „Sie sollen einander in gegenseitiger Achtung zuvorkommen; ihre körperlichen und charakterlichen Schwächen sollen sie in unerschöpflicher Geduld ertragen… keiner achte auf das eigen Wohl, sondern mehr auf das des anderen; die Bruderliebe sollen sie einander selbstlos erweisen.“ Auf dem Platz heißt das dann, den Mitspieler „in Szene setzen“, Pässe spielen, die ankommen, ohne Frust auch mal auf der Bank sitzen.

Bei Benedikt geht es nicht um Meistertitel. Es geht darum, den Egoismus zu besiegen. Alle, die sich auf diesem „Kampfplatz“ abmühen, können bei den Mönchen, aber auch bei einer siegreichen Mannschaft einiges lernen. Damit die Sieger nicht übermütig werden, schließt Benedikt: „Christus sollen sie überhaupt nichts vorziehen. Er führe uns gemeinsam zum ewigen Leben.“ Da ist es wieder: Gemeinsam, alle sollen wir ankommen! Das Training dafür geht weiter – ein Leben lang.

C.D.

 

 


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