w_Benediktinische Impulse

 

 

Risikogruppen

In der Pandemie sind wir täglich mit Regeln konfrontiert – dieses muss eingehalten werden, jenes ist verboten, anderes geht nur unter bestimmten Bedingungen. Viele Menschen mögen es gar nicht, dass ihnen etwas vorgeschrieben wird. Geht es um Leben und Tod, wächst jedoch die Bereitschaft, Vorschriften zu akzeptieren. Es kann sich sogar zeigen, dass manche Regel für eine dauerhafte Beobachtung taugt.

Die Virologen haben den Blick darauf gelenkt, dass Senioren und Kinder besonders geschützt werden müssen. Sie gehören zur Risikogruppe in der Pandemie. Aber nur dann? Sind sie nicht die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft am Beginn und am Ende des Lebens?

Dieser Gedanken findet sich schon in der Benediktsregel. Dort gibt es ein warmherziges Kapitel über „Greise und Kinder“ (RB 37): „Zwar neigt der Mensch schon von Natur aus zu barmherziger Rücksicht auf die Lage der Alten und Kinder; doch soll auch durch die Autorität der Regel für sie gesorgt sein. Immer achte man auf ihre Schwäche. Für die Nahrung darf die Strenge der Regel keinesfalls gelten. Vielmehr schenke man ihnen Güte und Verständnis; sie dürfen schon vor der festgesetzten Zeit essen.“ Das ist pure Menschlichkeit, die anrührt.

Als Corona im März das Leben veränderte und für ältere Menschen notwendige Besorgungen außer Haus nicht mehr möglich waren, hat sich sehr viel Solidarität gezeigt, vor allem in der jungen Generation. Diese heilsame Aufmerksamkeit füreinander wollen wir nicht wieder verlieren.

C.D.

 


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