w_Benediktinische Impulse

 

 

Impulse gegen den Stillstand

Ein Kind auf der Schaukel – das ist reine Lebensfreude. Der Spaß dauert solange, wie die Schaukel sich bewegt. Wenn der Schwung nachlässt, braucht es einen neuen Schubs, damit das Vergnügen weitergeht.

Auch unsere „Lebensschaukel“ braucht immer wieder diesen Verstärkerimpuls, um in Bewegung zu bleiben. Am Bild der Schaukel sehen wir, dass ein Anstoß, der von außen kommt, von einer Person, die daneben steht, mehr Schwung gibt als das eigene zappelnde Bemühen. Wer also in Bewegung bleiben will, sollte solche Impulsgeber in seiner Nähe haben, sie kennen oder sich suchen. Dietrich Bonhoeffer hat das für das geistliches Leben so formuliert: „Christus im Bruder“ (in der Schwester) „sieht mehr als Christus im eigenen Herzen.“ – Das klingt zunächst fremd. Aber wir kennen alle die Erfahrung, wie belebend ein verständnisvolles Wort ist, wie aufmunternd eine ehrliche Anerkennung, wie heilsam ein freundschaftlicher Rat. Auch Benedikt weiß: „Ein gutes Wort geht über die beste Gabe“ (Kap.31). Als Empfänger wird uns diese Gabe freudig bewegen. Aber die Rollen dürfen nicht einseitig verteilt sein. Die Benediktregel hat auch im Blick, dass wir uns gegenseitig in Schwung halten, wenn sie den guten Eifer anmahnt, mit dem die Mönche „in gegenseitigem Gehorsam miteinander wetteifern“ sollen. Jeder kann für jeden Impulsgeber werden im Hören auf die Bedürfnisse des anderen. So bleiben alle in heilsamer Bewegung.

C.D.

 


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