Abtei St. Erentraud in Kellenried



w_Benediktinische Impulse

 

Fokussiert

 

Bin ich fokussiert? Ich meine nicht, mit dem Fotoapparat auf ein hübsches Bildmotiv, sondern mit meinem Leben. Will ich ein optimales Ergebis zu erzielen, muss die Einstellung stimmen. Die Nationalmannschaft macht es gerade vor. Vom Bundestrainer ist zur Zeit immer wieder zu hören: Die Spieler sind fokussiert, die Mannschaft ist fokussiert, wir sind fokussiert. Die Frage worauf ist müßig – natürlich auf Gewinnen, auf den Titel. Und ich?

Die Benediktregel nimmt diese Einstellung gleich im Prolog (15 ff) vor, wenn sie fragt: „Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht? Wenn du das hörst und antwortest: „Ich“, dann sagt Gott zu dir: Willst du das wahre und ewige Leben gewinnen, so bewahre deine Zunge vor dem Bösen und deine Lippen vor falscher Rede! Meide das Böse und tu das Gute, suche Frieden und jage ihm nach!“ – Das Trainingsprogramm ist damit klar und auch das Ziel: gutes Leben. Das fällt aber nicht so einfach in den Schoß, das braucht die Persönlichkeit, die sagt: Ich will! Die fokussiert ist auf dieses Ziel. Sie darf dann wissen: „Wenn ihr das tut, dann richte ich meine Augen auf euch und höre eure Gebete, und noch ehe ihr mich anruft, sage ich zu euch: Hier bin ich“ (18). Auch Gott ist fokussiert – auf den Menschen, auf mich.

Jugendbewegt haben wir einst gesungen, „… das Leben ist ein Spiel und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel“. – Das Spiel geht weiter. Bin ich noch fokussiert?

 

C.D.


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