Abtei St. Erentraud in Kellenried



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Impulse aus der Benediktregel

 

Werkzeugkiste

 

Die erfolglose Suche nach dem passenden Schraubenzieher kann entnervend sein für den Heimwerker – und die Familie drum herum. Ein gut sortierter Werkzeugkasten ist in solchen Situationen geradezu ein Instrument des Friedens.

Die Benediktregel hält für Menschen, die ihren geistlichen Haushalt gestalten wollen, eine spirituelle Werkzeugkiste bereit. Bevor die Regel auf alle Einzelaspekte des klösterlichen Lebens eingeht, steht gleich im 4. Kapitel diese nützliche Kiste mit 74 “Werkzeugen der geistlichen Kunst”; an ihr kommt keiner vorbei. Schaut man die dort versammelten “Instrumente” an, zeigt sich schnell, dass die meisten nicht für klösterliche Spezialisten erfunden sind, sondern universell in jedem Haushalt eingesetzt werden können. Da fehlen nicht die Zehn Gebote und die Werke der Barmherzigkeit, die Seligpreisungen und die Weisungen der Bergpredigt.

Drei einfache, aber wirkungsvolle “Instrumente” verdienen besondere Erwähnung, weil sie vielseitig einsetzbar sind: “Alle Menschen ehren” (8) – “Die Wahrheit mit Herz und Mund bekennen” (28) – “Nach einem Streit noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren” (73). Für brüchige Beziehungen, zerstörtes Vertrauen oder verhärtete Meinungen ließe sich damit vieles heilsam wieder richten. – In der Bedienungsanleitung (am Schluss des 4. Kap.) ist zu lesen, dass es sich auszahlt, mit den “Werkzeugen der geistlichen Kunst” unermüdlich zu arbeiten.

 

C.D. 


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