w_Benediktinische Impulse

 

 

Nicht maßlos und nicht engstirnig

Stellenbeschreibung für einen Chefposten: „Er [sie] wisse, dass er mehr helfen als herrschen soll… Er sei selbstlos, nüchtern, barmherzig. Immer gehe ihm Barmherzigkeit über strenges Gericht… Er hasse die Fehler, er liebe die Brüder… Stets rechne er mit seiner eigenen Gebrechlichkeit… Er sei nicht stürmisch und nicht ängstlich, nicht maßlos und nicht engstirnig, nicht eifersüchtig und allzu argwöhnisch, sonst kommt er nicht zur Ruhe. In seinen Befehlen sei er vorausschauend und besonnen… Er halte in allem Maß, damit die Starken finden, wonach sie verlangen, und die Schwachen nicht davonlaufen.“ Das (und noch mehr) schreibt die Benediktregel einem Abt ins Stammbuch. Aber nicht nur Äbte sind gut beraten, diese Erwartungen an ihren Führungsstil nicht aus dem Blick zu verlieren. Im 2. und 64. Kapitel entwirft Benedikt ein Profil für den Leitungsdienst, das schon im Mittelalter und in unserer Zeit wieder neu, über den klösterlichen Lebensraum hinaus, heilsam beeindruckte. Aktuelle Bücher und Kurse für Manager bezeugen das.

Führungspersönlichkeiten stehen heute in der Öffentlichkeit unbarmherzig im Kreuzfeuer der Kritik – ob Bundeskanzlerin oder Bundestrainer. Aber welche Messlatte wird da angelegt?

Für Benedikt ist klar, dass alle Erwartungen an den Abt auch Tugenden des einzelnen Mönchs sein müssen. Selbstkritik ist gefragt. „Leite dich selbst!“ dieser Forderung Ruth Cohns (TZI) würde Benedikt voll zustimmen. Er gibt Tipps für die Verwirklichung.

C.D.

 

 


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